Fragen und Antworten

Fragen von Mitpatienten könnnen über mich an Dialyseshuntchirurgen gestellt werden, die ich hier für die Allgemeinheit veröffentliche.

Frage Antwort Author

Sonja Beisswenger (07/2012)
Wie lange funktioniert eigentlich der Shunt, wenn man transplaniert ist?
Bleibt der ewig funktionstüchtig? Muss man einen neuen Shunt machen, wenn man wieder zur Dialyse muss - auch noch nach Jahren? Bei mir sieht der Shunt nämlich aus, als wenn da eine fette Schlange unter der Haut wäre. Bleibt das immer so?

Antwort
von Herrn
Dr. Petzold

Priv-Doz
Dr. med Thomas Petzold
Chefarzt
Schwerpunkt Gefäßchirurgie
Klinikum Saarbrücken

M. Müller (03/2012)
Welche Möglichkeiten hat der Dialysepatient selbst, dass sich sein neuer Shunt gut entwickelt? Gibt es ein spezielles Shunttraining? Wenn ja, sollte man dieses Shunttraining auch noch bei einem älteren Shunt machen?
Wieviel Zeit braucht ein neu angelegter Shunt (und PTFE Shunt) bis er punktierbar ist?

Antwort
von Herrn
E.Metzler

Ernst U. Metzler
Facharzt für Shuntchirurgie
und Leiter der Abteilung Nephrologisches Zentrum Shuntchirurgie Niedersachsen
in Hann-Münden

Marius Menzer (03/2012)
lle Hämodialysepatienten bekommen geraten, wenn sie einen Shunt operiert bekommen und an die Dialyse müssen, dass man niemals am Shuntarm Blutdruck messen und niemals Blut abnehmen soll.
Mit dem Blutdruckmessen verstehe ich noch, aber das Verbot am Shunt Blut abzunehmen ist mir nicht ganz logisch.
Wenn man als Dialysepatient schon schlechte Blutgefäße hat, werden diese durch das häufige Blutabnehmen u. U. zerstört. Vielleicht werden gerade diese Gefäße später für einen Shunt benötigt?
Im Shunt Blut abzunehmen ist einfacher, aber durch den honen Druck auch wiederum gefährlicher.
Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema?

Antwort
von Herrn
Dr. Schneider

Dr. med. Matthias Schneider
Chefarzt HELIOS Klinikum Erfurt
Gefäßzentrum - Abteilung Gefäßchirurgi

Gunter H. (02/2012)
Wie verändern sich die Gefäße nach einer Shuntneuanlage?

Antwort
von Herrn
Dr. Limberger

Dr med. A. Limberger
Chefarzt
Facharzt für Chirurgie
Kreiskrankenhaus Schrobenhausen
Shuntchirurgie

C. B. (10/2011)
Ich hatte vor 5 Jahren Brustkrebs. Deshalb wurden am linken Arm 13 Lymhknoten entfernt. Nun meine Frage: Ich möchte den Shunt am linken Arm.

Antwort
von Frau
Dr. Frizen

Dr. med. Franziska Frizen
Oberärztin
Fachärztin für Chirurgie / Gefäßchirurgie
in der DKD Wiesbaden

Peter Gadischke (07/2011)
Einwand von Peter zum Abdrücken einer Shuntvene und zum Shuntverschluss

Antwort
von Herrn
Peter Gadischke

Peter Gadiscke
31 Jahre Dialyse, davon 30 Jahre in der Heimdialyse,
Berlin

S. M. (07/2011)
Sollte man eine Kunststoffprothese beim Punktieren stauen?

Antwort
von Herrn
Dr. Kasprzak

OA Dr. Bernd Kasprzak
leitender Oberarzt des Gefäßzentrums der Universitätsklinik Münster
Gefäßchirurgie

P. G. (10/2010)
Was sind die häufigsten Ursachen, die zu einem Dialyseshuntverschluss führen?

Antwort
von Herrn
Dr. Mickley

Dr. med. Volker Mickley
Fachbereich Gefäßchirurgie am
Klinikum Mittelbaden gGmbH
Kreiskrankenhaus Rastatt

K-H S. (02/2010)
Ich habe eine Frage: ich kenne jemand, der zwischen den Dialysen eine "Shuntkompression" durchführt. Das heißt er verwendet eine elastische Armkompresse um den Blutfluss zu verringern. Dies macht er aus 2 Gründen:
1. um die Herzbelastung durch hohen Blutfluss zu vermeiden (physikalisches Gesetz von Bernouille und Venturi)
2. um eine zu starke Shunterweiterung und zu hohen Blutfluss zu vermeiden.
Ich persönlich habe einen gleichmäßig sehr stark ausgebauten Shunt am Oberarm mit einem aktuellen Blutfluss von 2100-2400 ml/h, traue mich aber nicht, diese Shuntkompression durchzuführen, da ja überall in der Fachwelt dringend davor gewarnt wird, den Shunt mit Druck zu belasten.
Wie ist Ihre Meinung?

Antworten
von Herrn
Dr. Johnson und
Priv. Doz. Dr. Scholz

Dr. med. Frank Johnsen
Shuntzentrum Hamburg an der Asklepios Klinik Barmbeck

Priv. Doz. Dr. med. Hans Scholz (Chefarzt)
Evangelisches Krankenhaus
Königin Elisabeth Herzberge Berlin GmbH

Th. Lehn (01/2010)
Ich nehme Dialysekanülen der Marke Bionic Modell: 17 G, 20mm. Das bedeutet, der Nadeldurchmesser dieser Nadel ist 1,5mm. Ich steche mit den Punktionsnadeln, damit ich nicht zu große Punktionslöcher in meinen Kunststoffshunt stanze. Der Nachteil ist aber, ich kann mit diesen Dialysenadeln nur bis zu einer bestimmten Blutpumpengeschwindigkeit dialysieren. Gibt es eine Tabelle, die aufzeigt, mit welcher Dialysenadel man die maximale Blutpumpengeschwindigkeit einstellen kann?

Ich bin mit Herrn Michael Meiser von Bionic Medizintechnik GmbH in Kontakt getreten und nach einem Blutflussdiagramm mit den gewünschten Angaben gebeten.
Die u.a. Tabelle zeigt, welche Dialysenadel mit welchen Blutfluss benutzt werden kann. Mit der 17G sollte man die Blutpumpe nicht schneller als 280ml/min einstellen.

Antwort

Herr Meiser
Fi. Bionic (Tabelle)

Th. Lehn (12/2009)
1. Thromboseprophylaxe bei einer Shuntprothese? Ich habe nach meiner ersten Protesenshunt-OP vor 29 Jahren Assasantin über Jahre hinweg eingenommen, bis ich Magenprobleme bekam. Dann nur täglich eine ASS 100 protect. Nun habe ich gelesen, dass diese Prohylaxe nicht unbedingt den Erfolg verspricht. Lt einer Studie:
Eine Antithrombozyten-Therapie mit ASS plus Dipyridamol kann bei Dialysepatienten helfen, einen arteriovenösen Shunt offen zu halten. Die Ergebnisse einer randomisierten Studie im New England Journal of Medicine (2009; 360: 2191-2201) blieben allerdings hinter den Erwartungen zurück.
Sollte man bei einem Prothesenshunt eine Thromboseprophylaxe oder -therapie anwenden, um einer Shuntthrombose vorzubeugen? Wie ist Ihre Meinung?

2. Nach Shunt Operationen wird doch meistens eine Fragminspritze einmal täglich gespritzt. Die ist doch für die Tromboseprophylaxe. Hat aber nicht mit dem Shunt zu tun?

Antworten
von Herrn
Dr. Röder

Dr. med. Thomas Röder
Chefarzt der Dialyseshuntchirurgie HELIOS Klinik Blankenhain

M. Martin (9/2009)
Ich habe seit Jahren das Problem, dass ich im direkten Umfeld der Punktionsnadeln Juckreiz habe. Das ist für mich ein wirklich ernstes Problem, und ich wäre froh, wenn vielleicht jemand weiss, ob es eine Unverträglichkeit auf die Nadeln gibt.
Es wurde bereits alles probiert, ohne Tupfer, andere Desinfektionsprays, ganz ohne Spray, andere Pflaster, ohne Pflaster, aber der Juckreiz tritt immer wieder auf.
Genau im Augenblick des Einstechens in die Haut fängt es einmal kräftig an zu Jucken, genauso beim Herausziehen der Nadeln. Exakt in dem Moment, in dem die Nadel aus der Haut gezogen wird, juckt es erneut kräftig.
Das schlimmste ist aber während der Behandlung. Abhängig von der Pumpengeschwinigkeit juckt es mal stärker, mal weniger stark. Aber jucken tut es immer. Ich habe grüne Nadeln . Weiss jemand einen Rat? Bin Heimdialysepatient 40 J. und am verzweifeln.

Antwort
von Herrn Dr. Weber

Dr. med. H. Weber
Klinik für Gefäßchirurgie / Gefäßzentrum Bamberg

D.Schlegel (8/2009)
Bei Shunts entstehen meistens durch falscher Punktionstechnik Pseudoaneurysmen, die hässlich ausschauen? Wann sollte man dies Anarysmen beseitigen lassen? Kann man da eine pauschale Antwort machen?

Antwort
von Herrn Dr. Berghoff

Dr. med. Michael Berkhoff
(lt. Shuntchirurg) in der Allgemeinchirurgie St. Vincenz-Krankenhaus Mainz

M. Tilmann (7/2009)
Was sind die Ursachen, die zu einem Shuntverschluss führen?

Wie lange sollte man nach der Dialyse eine AV Fistel und Coretex Shunt abdrücken?
Ich treffe immer wieder Patienten, die lassen sich nach 5 Minuten Drücken einen Druckverband machen. Das kann doch nicht gut für den Shunt sein?

Antwort
von Herrn Prof. Dr. Wozniak

Prof. Dr. med. Gernold Wozniak
(Chefarzt) Knappschaftskrankenhaus
Klinik für Gefäßchirurgie in Bottrop

Wollen Sie mehr über den Dialyseshunt wissen? Haben Sie Fragen zum Dialyseshunt? Ich werde mit Hilfe von Experten Ihre Fragen beantworten. Also scheuen Sie sich nicht, mir Fragen zu stellen!

EMAIL an mich: Lehn@dialyseshunt.com